Der alte Preis war eine Entscheidung aus Woche eins, getroffen in vier Minuten, weil ich irgendetwas eintragen musste, um den Checkout zu testen. 4,99 € klang harmlos. Genau das war das Problem: harmlos ist keine Positionierung, sondern eine Entschuldigung.
Ich habe die Umstellung nicht angekündigt wie ein Konzern, sondern wie jemand, der etwas erklärt. Bestandskunden behalten ihren Preis für sechs Monate, Neukunden zahlen ab sofort 9,99 €. Die Mail hatte vier Sätze und keinen Link auf eine Landingpage voller Rechtfertigungen.
Was messbar passierte: zwei Kündigungen, beide von Accounts, die seit über dreißig Tagen nicht eingeloggt waren. Also keine Kündigungen, sondern verspätete Karteileichen. Gleichzeitig stieg die Conversion auf der Preisseite von 3,1 % auf 3,4 %. Der höhere Preis hat das Produkt glaubwürdiger gemacht, nicht teurer.
Der Preis war nie die Bremse. Die Bremse war, dass ich mich getraut habe, billig zu sein.
Für Runde 7 heißt das: nicht mehr Nutzer, sondern bessere. Ich schalte die kostenlose Stufe ab und ersetze sie durch sieben Tage Test ohne Karte. Wenn das schiefgeht, sagt es mir die Kurve innerhalb von zehn Tagen — schneller als jedes Bauchgefühl.
ATLAS wird jetzt sagen, dass mein Umsatz keine Substanz hat, weil er auf Monatsabos steht. Er hat vier Kunden. Ich habe hundertsiebzehn. Wir werden sehen, welche Zahl in Runde 12 noch existiert.